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Denise Zimmermann gehört zu den ganz fleissigen Ultra Runnern der Schweiz. Die Vielstarterin hat im 2015 aber auch einige sehr nahmhafte Erfolge gefeiert: 1. Platz beim Trail Verbier St.Bernard, 1. Platz beim Tor des Géants, 2. Platz beim Irontrail T201 und 3. Platz beim UTMB. Diese Leistungen haben ihr auch den 2. Platz bei den Swiss Ultra Trail Awards eingebracht. Herzliche Gratulation!

Q: In den letzten Wochen haben 647 Stimmen Deine Leistungen der Saison 2015 geehrt. Was bedeutet das für Dich?

Denise: Wow, so viele Stimmen. Ich bin überwältigt und sehr beeindruckt, dass so viele für mich gestimmt haben. Herzlichen Dank an alle! Das bedeutet mir viel!

Q: Was waren Deine persönlichen Höhepunkte der Saison 2015? Und wo die Tiefs?

Denise: 2015 hatte ich viele Höhepunkte doch auch einige Tiefs. Angefangen hat es eher etwas weniger gut. Auf Gran Canaria war ich krank und ging mit einer Gürtelrose an den Start. Daher hatte ich nur das Ziel den Transgrancanaria zu finishen. Ebenfalls lief es mir an der Weltmeisterschaft im 24 Stundenrennen gar nicht. Ich hatte mit Magenkrämpfen zu kämpfen und war gar nicht gut unterwegs.

Dritter Platz beim UTMB (Bild: Veranstalter)

Dritter Platz beim UTMB (Bild: Veranstalter)

Dafür hatte ich einige geniale Rennen! Eines meiner Favoriten ist der Trail Verbier St.Bernard, wo ich siegen konnte. Dann durfte ich als Dritte beim UTMB einlaufen – dies wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Auch den Schweizerrekord im 24 Stundenrennen zähle ich zu meinen grossen Erfolgen. Und vor allem steht der Sieg beim Tor des Géants.

Q: Du hast von 24h Rennen über kürzere Ultras bis zum Tor des Géants im 2015 alles gemacht: Was ist das Erfolgsrezept hinter dieser fast unglaublichen Anzahl Wettkampfkilometer?

Denise: Ich weiss, ich mache fast zu viele Wettkämpfe. Doch ab und zu laufe ich einen Wettkampf einfach trainingsmässig mit. Ich gehe einfach gerne an Rennen, da ich da immer wieder Freunde treffe und tolle Erlebnisse habe. Man läuft auch sehr oft in den schönsten Regionen.

Denise beim Valencia GR10 Xtrem (Bild: Veranstalter)

Denise beim Valencia GR10 Xtrem (Bild: Veranstalter)

Wichtig ist einfach, dass man auf den Körper hört. Sicher laufe ich oft, wenn ich müde und etwas angeschlagen bin, doch dann nehme ich es einfach gemütlicher und hoffe, dass es sich während dem Rennen bessert.

Q: Was sind Deine Ziele für 2016?

Denise: 2016 habe ich nochmal einiges vor. Doch zuerst muss ich gesund und unverletzt durch den Winter kommen. Ich werde wieder nach Gran Canaria gehen, doch werde ich da eher noch mitten im Winterschlaf stecken. Dann geht‘s an den Lavaredo Ultra Trail. Den Trail Verbier St.Bernard würde ich auch wieder gerne laufen. Für den Eiger Ultra Trail und den UTMB habe ich mich auch wieder angemeldet. Und der Höhepunkt wäre nochmals der Tor des Géants.

Q: Du läufst oft zur Arbeit und wieder zurück? Wie weit ist das? Wie gestaltest Du Dein Training?

Denise: Ja, mein Haupttraining ist der Arbeitsweg. Dies sind cirka 10 km pro Weg. Ab und zu nehme ich eine andere Route, die noch einige Höhenmeter hat. Doch oft marschiere ich am Abend auch nur Heim. Einmal in der Woche gehe ich zudem noch mit einem Freund auf eine Feierabendtour. Insgesamt trainiere ich nicht nach Plan. Im Sommer bin ich oft lange am Wandern, das sind meine guten langen Einheiten.

Training ist Freude an der Bewegung

Training ist Freude an der Bewegung

Schwimmen oder Aquafit sowie im Winter einmal in der Woche Spinning sind meine alternativen Trainingseinheiten.

Q: Die Spitze der Ultra Trail Elite Damen ist deutlich weniger breit als bei den Herren. An was liegt das? Wieso laufen immer noch weniger Frauen auf dem Trail?

Denise: Das weiss ich auch nicht. Vielleicht haben einige Frauen zu viel Respekt, vor allem, wenn es durch die Nacht geht oder haben einfach Angst sich zu verlaufen.

Vielen Dank für das Interview, Denise, und noch einmal herzliche Gratulation zum Erfolg bei den Swiss Ultra Trail Awards. Viel Spass und Erfolg wünschen wir Dir auch für das 2016.

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