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An den Swiss Ultra Trail Awards 2015 konnte sie sich in der Kategorie „Ultra Runner of the Year“ den 3. Platz sichern. Hier das Interview mit Helene Ogi aus Kandersteg. Sie ist bei den grossen Ultra stets in den Spitzengruppe zu finden und wir freuen uns mit Helene über die Saison 2015, ihren Sieg am Valencia GR10 Xtrem und die Zukunft zu sprechen.

Q: In den letzten Wochen haben 483 Stimmen Deine Leistungen der Saison 2015 geehrt. Was bedeutet das für Dich?

Helene: Das ist eine riesige Ehre für mich. Ich bewundere die Leistungen von Andrea und Denise sehr! Jetzt als Dritte hinter den beiden platziert zu sein freut mich riesig. Natürlich hätten es auch Jasmin und Laurence verdient, diesmal war das Glück einfach auf meiner Seite, dass so viele für mich gestimmt haben. Herzlichen Dank dafür nochmals an alle!

Helene Ogi im Ziel des Zugspitz Ultra Trails

Q: Was waren Deine persönlichen Höhepunkte der Saison 2015? Und wo die Tiefs?

Meine Saison begann mit einem Tief. Leider musste ich am Transgrancanaria nach 90 km aufgeben, da ich starke Schmerzen an der Hüfte hatte. Aber dann kamen aus meiner Sicht eigentlich nur noch Höhepunkt. Ich bin an 9 Ultra Trails gestartet und kam davon 8 Mal aufs Podest. Ein grosses Highlight war auch der Humani‘Trail les Diablerets, an dem mein Laufkollege Ueli Schneider und ich den Tagessieg holen konnten. Aber eigentlich waren alle Rennen etwas Spezielles. Und Ende Oktober erlebte ich nochmal ein Tief, als der Tenerife Bluetrail wegen Unwetterwarnungen einfach abgesagt wurde. Die Enttäuschung war riesig.

Q: Du konntest der AWARD & FILM Nacht nicht beiwohnen und hast stattdessen den Valencia GR10 Xtrem gewinnen. Erzähl mal.

Helene: Ja, ich wäre gerne an beiden Orten gewesen, aber ich kann mich leider nicht teilen. Nachdem ich in Teneriffa nicht starten konnte, fehlte mir irgendwie etwas, und so habe ich mich für den GR10-Xtrem in Valencia angemeldet. Ich sah es auch als gute Möglichkeit dem Winter zu entfliehen und ein gutes Vorbereitungstraining für den Transgrancanaria. Ich starte eigentlich nie mit grossen Erwartungen, so war es auch dieses Mal. Als mir bereits bei 16 km mitgeteilt wurde, dass ich „primera chica“ sei, wusste ich, dass ein Podestplatz drin liegen könnte. Ich wusste aber auch, dass Denise mich meistens jeweils nach der ersten Hälfte eines Rennens eingeholt hat und befürchtete auch dieses Mal, dass sie mich bald leichtfüssig überholen würde. Zwischendurch musste ich das Tempo deutlich reduzieren, da ich mit Krämpfen zu kämpfen hatte. Ich verpflegte mich dann aber gut und die Energie kam wieder zurück. Die Helfer und Zuschauer feuerten mich an, und die schöne Landschaft trug mich schlussendlich ins Ziel. Es war ein wunderschöner, emotionaler Zieleinlauf!

Helene gewinnt den GR10 Xtrem (Bild Veranstalter)

Helene gewinnt den GR10 Xtrem (Bild Veranstalter)

Q: Dein erster Sieg in der Saison 2016 kommt sehr früh. Wie gestaltest Du Dein Trainings- und Wettkampfjahr?

Helene: Ich möchte dieses Jahr wieder einige Ultras laufen. Fix geplant sind Transgrancanaria, Scenic Trail (→ Rennbericht) und UTMB (→ Alle Infos). Alles andere ist noch offen, aber es werden sicher noch ein paar dazukommen, falls ich gesund und fit bleibe. Das Training richtet sich dann nach den geplanten Wettkämpfen und nach meinem Arbeitspensum. Da ich selbstständige Group Fitness Trainerin bin, ist es nicht immer einfach die Balance zwischen Training und ausreichend Erholung zu finden. Aber bis jetzt hatte ich das wohl ganz gut im Griff.

Q: Was sind Deine Ziele für die Saison 2016?

Helene: Es wäre schön wenn ich den UTMB erfolgreich finishen könnte. Und sonst möchte ich einfach wieder viele schöne Trainings und Wettkämpfe in den Bergen machen, denn das bedeutet mir sehr viel!

Helene Ogi als Siegerin im Ziel des Valencia GR10 Xtrem

Helene Ogi als Siegerin im Ziel des Valencia GR10 Xtrem

Q: Die Spitze der Ultra Trail Elite Damen ist deutlich weniger breit als bei den Herren. An was liegt das? Wieso laufen immer noch weniger Frauen auf dem Trail?

Helene: Das kann ich auch nicht verstehen. Wen man das wüsste…

Vielen Dank, Helene, für das aufschlussreiche Interview. Wir gratulieren Dir noch einmal ganz herzlich zum 3. Platz bei den Swiss Ultra Trail Awards und den Sieg in Valencia. Für die Zukunft wünschen wir Dir viel Erfolg.

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