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logo EigerMit einem starken Lauf hat sich Urs Jenzer dieses Jahr den Sieg beim Eiger Ultra Trail E101 gesichert. Für die 101 Kilometer lange Strecke mit anspruchsvollen 6700 Höhenmeter benötigte der Frutiger 11h 56min. Für diese tolle Leistung gratulieren wir sehr herzlich.

Eiger Ultra Trail Coverage

Wir waren ebenfalls vor Ort und werden in den nächsten Tagen verschiedene Interviews aufschalten.

Gruppenfoto: Urs Jenzer unten rechts

Gruppenfoto: Urs Jenzer unten rechts

Interview Urs Jenzer

Q: Herzliche Gratulation zum Sieg beim Eiger Ultra Trail. Wie lief das Rennen ab? Wie konntest Du den Sieg herauslaufen?

Urs: Schon kurz nach dem Start in Grindelwald hat sich im ersten Aufstieg eine 5-köpfige Spitzengruppe gebildet. Die Gruppe harmonierte sehr gut, so dass wir sogar zwischen Grosse Scheidegg, First und Bort ein lockeres Plauderstündchen mit Gipfelkunde für unsere ausländischen Teilnehmer hatten. Nach der zweiten First Passage zog sich die Gruppe langsam auseinander. Das Faulhorn passierte ich mit dem Italiener Franco Collé als Erster, dahinter die anderen Läufer der ehemaligen Spitzengruppe innerhalb von 3 Minuten. Auf dem Abstieg nach Burglauenen konnten Franco und ich uns von den andern distanzieren. Im Anstieg nach Wengen konnte ich mich ein wenig von Franco absetzen, hatte jedoch bis auf den Männlichen nie mehr als 3 Minuten Vorsprung. Im letzten Drittel des Rennens, konnte ich schliesslich meinen Vorsprung stetig ausbauen, um dann erschöpft aber überglücklich in Grindelwald als Erster einzulaufen.

Q: Was sind die Highlights der Eiger Ultra Trail Strecke?

Urs: Die Highlights sind sicher die grandiose Landschaft mit dem Dreigestirn Eiger, Mönch, Jungfrau.

Urs Jenzer auf dem Männlichen

Urs Jenzer auf dem Männlichen

Q: Gibt es Schlüsselstellen denen Du besondere Beachtung geschenkt hast?

Urs: Für mich gibt es zwei Schlüsselstellen: Zum einen der Abstieg von der Schynigen Platte nach Burglauenen, bei dem du deine Muskulatur derart kaputt laufen kannst, dass das Rennen bereits in der Hälfte zu Ende ist.

Und zum Zweiten der darauf folgende Aufstieg Burglauenen nach Wengen und vor allem auf den Männlichen. Die Müdigkeit, das steile Gelände, die fortgeschrittene Renndauer und dieses Jahr die Hitze machen  diesen Aufstieg zur Knacknuss.

Zieleinlauf zum Sieg nach 11h56min

Zieleinlauf zum Sieg nach 11h56min

Q: Wie bist Du mit der Hitze zu recht gekommen?

Urs: Eigentlich recht gut. Da ich mit der Hitze normalerweise kein Problem habe, haben mich die Wettervorhersagen im Vorfeld auch nicht gestresst. Während dem Rennen habe ich darauf geachtet so viel wie möglich zu trinken und den Salzhaushalt mit Bouillon und Salztabletten auszugleichen. Das war bei diesen Bedingungen Pflicht.

Q: Hast Du Dich auf die Strecke spezifisch vorbereitet?

Urs: Da ich die Strecke vom letzten Jahr kannte, habe ich mir einzig den Aufstieg Burglauenen-Wengen-Männlichen nochmal angeschaut. Zudem war ich im Vorfeld für die Aufnahmen des Julbo Films an verschiedenen Orten auf der Strecke. Ansonsten habe ich die meisten Trainings auf meinen Heimtrails rund um Frutigen absolviert.

Q: Was sind die weiteren Pläne für 2014?

Urs: Bewusst habe ich meine Planung nur bis zum Eigertrail gemacht. Wenn ich mich aber von den Strapazen des Eiger Ultra Trails gut erhole, steht sicher noch ein längeres Trailrennen auf dem Menüplan.

Vielen Dank, Urs, für das Interview. Noch einmal herzliche Gratulation zu Deiner starken Leistung und Sieg beim Eiger Ultra Trail E101 2014.

Interview: Alex Brennwald
Bilder: Nico Schefer & Eiger Ultra Trail

 

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