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logo_transruinaultaMit dem Transruinaulta haben die Macher des beliebten Transviamala Laufes einen neuen Trail über 42km und 1800 Hm D+ ins Leben gerufen, der am 18. Oktober 2014 das erste Mal durchgeführt wird. Von Ilanz geht es über den Heinzenberg dem Hinterrhein entlang nach Thusis – ein Singletrail Erlebnis vom Start weg. Am 1. Mai geht das Anmeldefenster auf. Wir freuen uns einen weiteren Trail-Lauf im Schweizer Rennkalender zu haben.
Ein Bericht über den Lauf wird im Oktober folgen. Der OK Präsident Thomas Häusermann hat uns hier schon mal ein paar Vorabinformationen verraten.

Trailmarathon mit 1800 Hm D+

Trailmarathon mit 1800 Hm D+

Q: Der Transviamala ist ein Schweizer Traditionsevent. Was hat Euch zur Ausweitung des Streckenangebots bewogen?

Thomas: Herzlichen Dank! – Ein Schweizer Traditionsevent, sowas hört man gern! Wir haben immer versucht den Transviamala weiter zu verbessern und zu optimieren. Dabei wurde aber immer deutlicher, dass wir die Kapazitätsgrenze erreicht haben. Gerade weil uns die Qualität wichtig ist, konnte ein Ausbau der Veranstaltung nur an einem zweiten Tag stattfinden. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass die 19 Kilometer des Transviamala zu kurz sind, um mehr Läufer von weiter weg zu mobilisieren und so zur Wertschöpfung beitragen könnten. Mit dem neuen Angebot haben wir eigentlich zwei neue Angebote dazu erhalten, welche sogar zwei Zielgruppen ansprechen können. So gesehen ist es auch eine Absicherung für die nächsten Jahre durch eine Ausweitung der Zielgruppen.

Q: Was sind die Highlights?

Thomas: Der neue Transruinaulta ist als reiner Trailmarathon geplant mit wunderschönen Trail entlang des jungen Rheins aber auch mit steilen Anstiegen in die alpine Zone. Die Beschaffenheit der Strecke setzt das Naturerlebnis ins Zentrum und kann als perfekter Einstieg in die Welt der Trailmarathons gesehen werden, er ist für Quereinsteiger machbar. Da wir von Ilanz her direkt in einen Singletrail starten, werden wir Einzelstarts durchführen. Aber auch das Angebot von Paarstarter wird sicherlich interessant. – Nicht zu vergessen ist das daraus resultierende Etappenrennen aus beiden Läufen. Auch hier gilt, wer noch nie ein Etappenrennen gemacht hat, sieht eine lösbare Aufgabe vor sich.

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Q: Wer sollte bei Euch im Oktober an der Startlinie stehen und wie bereitet man sich vor?

Thomas: Trailläufer die einmal etwas anderes als Gipfel und grosse Höhendifferenzen erleben wollen. Geübte Strassenläufer die schon immer mal wissen wollten, wie sich ein Traillauf anfühlt. Grundsätzlich ist der Transruinaulta für jeden Läufer, welcher einen Marathon laufen kann, machbar. Als Vorbereitung macht es Sinn, vermehrt im Training auch Singletrailpassagen zu trainieren, weil die Belastung eine ganz andere ist, wobei gerade die reinen Strassenläufer einige Umstellungsschwierigkeiten haben. Rhythmuswechsel sind wichtig, sehr steiles Bergauflaufen und natürlich auch Downhills, schnell sicher und effizient absolvieren.

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Q:  Die Dichte an längeren Trail Runs hat zugenommen. Wie schätzt Ihr die Entwicklung in der Laufszene ein?

Thomas: Momentan ist ein grosser Entwicklungsschritt im Bereich der Trailläufen in der Schweiz, Deutschland und Österreich angekommen (Schweizer Ultra Marathon Statistik). Länder wie Frankreich und Spanien kennen dies schon länger. Die Läufer wollen vermehrt nicht mehr die reine Zeit optimieren, sie suchen Herausforderungen, ein Erlebnis vielleicht sogar eine Grenzerfahrung. Was leistet mein Körper? Gerade an den Entwicklungszahlen bei den Frauen spürt man, dass reine Läufe auf Zeit weniger gefragt sind, die Tendenz geht zu Erlebnisläufen, zu Läufen wo die reine Zeit sekundär ist. Sehr viele Menschen laufen in der Freizeit, wollen sich aber bei Strassenrennen nicht messen. Ein Traillauf kann der Lohn für das wöchentliche Training sein, ohne dieses man sowas nie erleben könnte.

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Q:  Habt Ihr keine Bedenken, dass die klassische Transviamala Distanz in den Hintergrund rücken könnte?

Thomas: Diese Frage hat uns in der Planung sehr stark beschäftigt. Wir sind aber überzeugt mit unserem Konzept eines Wochenendangebotes, mit zwei Läufen durch zwei grandiose Schluchten, wobei das eigentliche Ziel am Sonntag dasjenige vom Transviamala mit dieser sagenhaften Stimmung bleibt, dies den Transviamala stärken wird. Den Transruinaulta und den Transviamala wird man so schon sehr früh als Leckerbissen zum Abschluss einer Laufsaison einplanen.

Vielen Dank für das Interview. Der Transruinaulta ist für mich zwar immer noch ein Zungenbrecher, aber man wird sich daran gewöhnen. Man munkelt, dass Transruinaulta im Finnischen „Doppelstart“ bedeutet – am Samstag über die 42km und am Sonntag noch klassisch über die Transviamala Distanz laufen und die leckeren Pizokel abholen gehen. Vielleicht wird das OK sogar noch eine Spezialwertung einrichten. Wir werden sehen…

Interview: Alex Brennwald
Photos: www.transviamala.ch

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