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Interview mit Matthias Dippacher – Sieger Irontrail T141

Matthias „Dippi“ Dippacher hat dieses Jahr den Irontrail T141 gewonnen. Der sympathische Läufer aus Heroldsbach (D) ist kein unbeschriebenes Blatt: Dritter am Zugspitz Ultra Trail, Zweiter beim Südtiroler Ultra sowie ein Sieg beim Pitztaler Trail Maniak zeugen von einer starken Form in dieser Saison.

Q: Wie ist der T141 für Dich abgelaufen? Kannst Du uns eine kurze Zusammenfassung machen?

Dippi: Für mich war das Rennen eigentlich ganz gut, aber das muss man wohl sagen wenn man gewinnt. Zu Beginn habe ich mich einfach immer an dem Führenden orientiert und ihn immer in Sichtkontakt gehalten. Irgendwann war ich dann vorne und wollte es auch bleiben, was ja geklappt hat.

Q: Wie kamst Du mit der Strecke und dem Wetter zurecht?

Dippi: Das Wetter hat mich lauftechnisch nicht sehr eingeschränkt ausser, dass ich ausnahmsweise mal eine Regenjacke und Mütze angezogen habe. Die Strecke war ganz ok, aber leider habe ich mich dann ein zwei mal so unsicher gefühlt ob ich noch auf der Strecke bin, dass ich einmal sogar wieder umgedreht bin, da keine Markierung für längere Zeit kam. Dann kam der 1te und 2te und wir sind die gleiche Strecke wieder weitergelaufen und irgendwann kam dann wieder eine Markierung. Aber generell war die Strecke oben in den Bergen einigermassen ausreichend gekennzeichnet, im Tal war es leider nicht immer so aber evtl. wurden hier auch Markierungen von anderen Läufern entfernt. Das ärgerlichste für mich war sicherlich, dass ich eine Verpflegung komplett verpasst habe, da diese wohl in einer Turnhalle war und von aussen nicht zuerkennen war – dies ist natürlich doppelt doof, da es auch noch eine Verpflegungsstelle mit Dropbags war. Aber dafür war es um so schöner 10km gefühlte 2stunden später wieder Flüssigkeit und Essen zu bekommen.

Dippi 1

Q: Die Irontrail Organisation wurde nach dem Rennabbruch im Jahr 2012 stark kritisiert. Was kann man zur 2013er Ausführung sagen?

Dippi: Im grossen und ganzen kann man mit der Organisation zufrieden sein. Ich denke das eine oder andere kann man noch etwas optimieren wie teilweise die Streckenausschilderung und die Verpflegungsstellen müssen natürlich klar sichtbar sein, welches z.B. einfach durch ein Schild mit Verpflegung noch 100 Meter möglich wäre. Die Helfer aber waren alle durchwegs sehr freundlich und hilfsbereit.

Q: Was hältst Du vom Trend, dass Ultra Trails immer länger werden (201km beim Irontrail, 330km beim Tor de Géants, etc.)?

Dippi: Ich denke solange Angebot und Nachfrage sich in der Waage halten, wieso nicht. Aber da in den letzten Jahren doch sehr viele lange Läufe in den Bergen dazugekommen sind wird es sich zeigen wie viele sich wirklich halten können, da sie doch alle mit einem erheblichen Aufwand verbunden sind und alle Veranstalter mehr Teilnehmer wollen. Bestimmte Läufe wie der UTMB und Tor de Géants werden bleiben da sie einfach schon etabliert und darum auch schnell ausgebucht sind.

Q: Welche Rennen stehen in diesem Jahr noch an?

Dippi: Ich habe jetzt die letzten Wochen relativ viele Wettkämpfe absolviert und bin überrascht wie gut ich diese weggesteckt habe. Ich würde gerne noch den einen oder anderen Wettkampf mitmachen, bin nun aber die nächsten Wochenenden immer schon mit anderweitigen Terminen ausgebucht, so dass ich frühestens wieder Mitte September Zeit habe. Konkret habe ich noch nichts geplant und muss mich erst mal schlau machen was es für Möglichkeiten noch gibt. Das eine oder andere lange Laufprojekt wie eine private Lechtal-Längsdurchquerung stehen auch noch an, also mal schauen. Das schönste an meinem Leben ist gerade, dass das Laufen mir zur Zeit wieder unheimlich viel Spass und Freude bereitet neben meinem Privatleben und ich vorallendingen gesund bin.

Vielen Dank für das Interview!

Interview: Alex Brennwald
Photocredits: Matthias Dippacher

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