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Florian Spichtig organisiert dieses Jahr den Mountainman (Ultra Trail mit 80km und 5000Hm) zum vierten Mal. Mit der schönen wie aber auch anspruchsvollen Streckenführung von Titlis/Trübsee – Hasliberg – Pilatus hat er eine Institution in der Innerschweiz Ultra Trail Szene erschaffen. Vielen Dank für das Gespräch.

Q: Du organisierst auch dieses Jahr den Mountainman – Was gibt es Neues?

FS: Das grösste Novum besteht nicht nur für den Mountainman, sondern für die ganze Ultra-Trail-Szene: Wir werden auf der Ultra-Distanz die erste offizielle Schweizermeisteschaft im Trailrunning durchführen.

Daneben sind wir wohl oder übel gefordert, eine alternative Route für den Marathon anzubieten, da der Bergbahnbetreiber und Zubringer zum Start auf Turren den Betrieb einstellen musste. Aber wir haben schon eine sehr schöne Alternative parat…

Q: In diesem Jahr wurde der Mountain Trail Running Grand Slam ins Leben gerufen – um was handelt es sich hier?

FS: Drei kleine Ultra-Trail-Organisatoren haben sich zusammengetan, um alle Läuferinnen und Läufer zu belohnen, die alle drei Läufe in einem Jahr absolvieren: Den Pitztal Gletscher Trail Maniak (13. Juli), den Mountainman (17. August) und den Sardonna Trail (14. September). Lass dich überraschen!

Q: In den letzten Jahren sind viele neue Ultra Trails aus dem Boden geschossen – Wie kann man sich in diesem Umfeld etablieren?

FS: Tatsächlich wollen immer mehr Regionen und Veranstalter einen Teil des Trail-Running-Marktes für sich beanspruchen. Ob man sich etablieren kann, entscheiden letztendlich die Läuferinnen und Läufer.

Der Mountainman ist nicht entstanden, weil wir einen Trail Running Wettkampf organisieren wollten, sondern, weil wir in den Obwaldner Bergen etwas Neues organisieren wollten, etwas, das auf bestehender Infrastruktur – auf dem traumhaft schönen Obwaldner Höhenweg – durchgeführt werden kann. Also fanden wir zum Running aufgrund des Trails – ein „Routengebastel“ erübrigte sich.

Was wir wollen, ist Authentizität. Einen ehrlichen und typischen Anlass ohne gekünstelte Atmosphäre: „Komm und geniesse, was die Natur Dir bietet!“

Q: Man munkelt, dass es bald einen klassischen 100 Meilen Lauf durch die Schweizer Alpen geben wird – kannst Du uns mehr dazu sagen?

FS: Ja, der Klassiker – eine 100 Meilen Alpentransversale – hat sich bei mir im Kopf eingenistet. Inhalt: Luzern. Dampfschiff. Historische Wege, Selbstverantwortung, Liebe zur Natur. No Sponsors. Nur Checkpoints, Orientierung im Gelände. Abenteuer, Locarno. Aber das ist alles noch streng geheim…!

Q: Gibt es Trends in der Ultra Szene an denen Du Dich gerne ausrichten möchtest? (z.B. Minimalistische Läufe, Umweltschutz, Längere Distanzen, mehr Höhenmeter, etc.)

FS: Grundsätzlich halte ich mich an keine Trends. Deine Stichworte sind aber gut gewählt: Ökologie ist kein Trend, sondern eine Pflicht. Wir suchen nicht die Distanzen/die Höhen, sondern die idealen Wege. Wie oben erwähnt, möchte ich weg vom Kommerz zurück zum Ursprung: Keine Startnummern. Keine Ausschreibungen. Die Community weiss.

Q: Was sind die Freuden und Leiden eines Ultra Trail Veranstalters?

FS: Die Leiden: Schlechtes Wetter und nicht-kooperative Partner.

Die Freuden: Das gemeinsame Ziel, etwas Einzigartiges zu schaffen. Startnervosität, und Zielankünfte, verbunden mit unglaublichen Emotionen. Das gemeinsame Gefühl, etwas Einzigartiges geschafft zu haben.

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