Die Wähler haben Stephan Hugenschmidt bei den Swiss Ultra Trail Awards 2015 Kateogorie „Ultra Runner of the Year“ auf den zweiten Platz gevotet. Herzliche Gratulation! Ein schöner Erfolg, insbesondere auch im Lichte der nicht einfachen Saison 2015. Stephan konnte trotz Verletzungspause den Arosa Trailrun, den Lugano & Capriasca Scenic Trail (→ Rennbericht) sowie den Ultra Trail Lago d’Orta (→ Rennbericht) für sich entscheiden.

Q: In den letzten Wochen haben 551 Stimmen Deine Leistungen der Saison 2015 geehrt. Was bedeutet das für Dich?

Stephan: Für mich war es schon grossartig, dass ich als in der Schweiz wohnhafter Deutscher bei den Awards nominiert wurde! Dass es dann zum 2. Platz gereicht hat, freut mich natürlich riesig. Zumal es ja nicht nur um die sportlichen Leistungen, sondern auch um die Beliebtheit ging. Ich hoffe natürlich, dass von den 551 Stimmen auch Schweizer dabei waren 😉

Zieleinlauf am Ultra Trail Lago d'Orta (Bild Yulia Baykova)

Zieleinlauf am Ultra Trail Lago d’Orta (Bild Yulia Baykova)

Q: Was waren Deine persönlichen Höhepunkte der Saison 2015? Und wo die Tiefs?

Stephan: Das grösste Highlight ist sicher, dass ich mir mit dem Umzug ins Prättigau einen Traum erfüllen konnte. Was gibt es besseres als mitten in den Bündner Bergen zu wohnen? Die wenigen Wettkämpfe, die ich gemacht habe, verliefen ebenfalls super. Der Tiefpunkt war natürlich die langwierige Verletzung während des Sommers. Das hat mich vor allem mental ziemlich gebeutelt.

Angeregte Gespräche an den Swiss Ultra Trail Awards (Bild Nico Schefer)

Q: Du hattest keine einfach Saison, die in verschiedener Hinsicht nicht so herauskam, wie Du ursprünglich geplant hast. Dennoch hast Du einen starken Saisonabschluss gefunden. Wie war das für Dich?

Stephan: Das war enorm wichtig für mich! Wobei es nicht unbedingt die Resultate bei den beide Wettkämpfen waren, sondern vielmehr die Tatsache, dass ich wieder laufend in die Berge konnte. Im Nachhinein kann ich auch das Positive an der Verletzung sehen: sie hat mir gezeigt, dass als Läufer halt nicht nur laufen kann. Man muss seine Beine auch „pflegen“ – nicht um schneller zu werden, sondern um Verletzungen vorzubeugen!

Q: Du hast Dich privat im 2015 stark verändert: neuer Job, neuer Wohnort. Lässt Du es da im 2016 ruhiger angehen oder brauchst Du diese Dynamik?

Stephan: Oh nein, im Alltag brauche ich die Dynamik nicht! Ich habe da lieber feste Strukturen, um mich den wichtigen Dingen widmen zu können. Ich habe also nicht vor in nächster Zeit umzuziehen oder den Job zu wechseln!

Q: Du hast wieder viele tolle Touren ohne Startnummer gemacht. Was waren die Highlights?

Stephan: Ja, da waren auch dieses Jahr wieder einige Traumtage dabei! Eine Auswahl zu treffen ist gar nicht so einfach. Aber der Prättigauer Höhenweg und die 7 Churfirsten ab Walenstadt gehören mit Sicherheit dazu. Ebenso die Skitour auf den Tödi und jede einzelne Tour auf die Schesaplana!

Stephan mit Nico und Alex von Swiss Ultra Trail (Bild Hendrik Auf’mkolk)

Q: Was sind Deine Ziele für 2016?

Stephan: Das mag jetzt langweilig klingen, aber ich habe mit für 2016 nur vorgenommen verletzungsfrei zu bleiben, so oft es geht in den Bergen unterwegs zu sein und den Spass, die Leidenschaft zu behalten! Alles andere ist zweitrangig. Angemeldet bin ich beim Transvulcania (→ Rennbericht), Scenic Trail (→ Rennbericht) und UTMB (→ Alle Infos). Wenn sich die erstgenannten Ziele erfüllen, werden auch die Wettkämpfe erfolgreich verlaufen.

Stephan, wir gratulieren Dir noch einmal herzlich zum Erfolg bei den Swiss Ultra Trail Awards 2015 und den dahinterstehenden Leistungen in der vergangenen Saison. Fürs 2016 wünschen wir Dir viel Erfolg.

Stephan Hugenschmidt unterhält einen sehr aufschlussreichen Blog
http://stephan-hugenschmidt.de

Werbung