Sardona Ultra – Interview mit Denise Zimmermann

Denise Zimmermann vom Team Salomon Suunto konnte am Samstag auf dem Sardona Ultra Trail über 82km mit anspruchsvollen 6100hm D+ nach 4 monatiger Verletzungspause den dritten Platz (15h53min) belegen. Herzliche Gratulation!

Sardona

Q: Wie lief der Sardona Ultra Trail für Dich?

DZ: Für mich lief es gut. Da ich nach meiner Verletzungpause erst wieder seit ca. 3 Wochen rennen darf, wusste ich nicht, ob ich fit genug war für diese Distanz. Ich hatte einen Ermüdungsbruch im Oberschenkel eingefangen und mussten den ganzen Sommer über pausieren. Der Start lief mir gut und da ich die Strecke kannte, hatte ich Respekt vor den langen und technisch schwierigen abwärts Passagen. Bewusst ging ich diese jeweils recht behutsam und langsam an. Dabei verlor ich immer wieder den Kontakt zu den vor mir liegenden Läufern- innen. Doch bergauf lief es mir vor allem bis zur Spitzmeilen Hütte immer sehr gut und konnte den Rückstand jeweils wieder verkleinern. Ab der Hochschwendi merkte ich dann, dass ich nach vorne nicht mehr aufholen konnte und daher nahm ich es etwas ruhiger. Da der Vorsprung zum Läufer hinter mir genug gross war und mich auch niemand jagte konnte ich in einem angenehmen Tempo den letzten Aufstieg in Angriff nehmen.

Sardona ProfilQ:  Der Sardona Ultra Trail ist relativ neu und fand dieses Jahr das zweite Mal statt. Ist es auch ein ideales Einsteiger-Rennen?

Denise ZimmermannDZ: Die Strecke der Ultra Distanz ist sehr anspruchsvoll, daher müssen alle Läufer wirklich sehr gut vorbereitet sein. Auf 82 Kilometer sind 6100 positive sowie ebensoviele negative Höhenmeter zu überwinden. Desweiteren sind viele Teile des Trails relativ technisch. Das maximale Gefälle liegt bei 54% und im Durchschnitt bei 15%.

Für Einsteiger würde ich empfehlen davor noch einen etwas weniger „ruppigeren“ Ultra als ersten Trail Lauf unter die Füsse zu nehmen oder aber auf einer der kürzeren Distanzen zu starten. Es werden neben dem Hauptlauf auch eine Marathon-Distanz über 38km mit 3000hm D+ sowie eine kurze Distanz über 20km mit 1490hm D+ angeboten.

Q:  Was sind die Höhepunkte und die negativen Aspekte beim Sardona Ultra Trail?

DZ: Der Lauf wurde mit viel Herzblut organisiert – die Landschaft ist einfach traumhaft. Verpflegungs- Checkpoint Personal waren alle gut gelaunt. Als die Nacht einsetzte wurden zur Unterstützung der Streckenmarkierung Leuchtstangen aufgehängt. Schade war, dass jemand auf einem Teilstück die Markierung entfernt hat. Die Zeitlimite war insgesamt etwas knapp bemessen.

Q:  Du warst lange verletzt. Wie geht es Dir jetzt? Wie war das Gefühl wieder aktiv ins Geschehen eingreifen zu können?

DZ: Ich hatte insgesamt 4 Monate Laufpause. Vor 3 Wochen durfte ich wieder mit Joggen beginnen. Ich war sehr gespannt auf das Rennen und hoffte, dass ich die Belastung durchstehen konnte. Ich fühle mich gut, doch der Körper lässt mich spüren, dass er einige Zeit nicht mehr so beansprucht wurde. Durch die knackigen Auf- und Abstiege wurden die Muskeln zusätzlich stark belastet. Daher werde ich es jetzt erst einmal  ein paar Tage locker nehmen.

Q:  Wie hast Du Dich während der Verletzungspause fit gehalten?

DZ: Mit Aquafit, schwimmen und biken, dass durfte ich zum glück während den letzten 4 Monaten um meine Fitness einigermassen aufrecht zu erhalten.

Vielen Herzlichen Dank für das Gespräch und noch einmal herzliche Gratulation zum starken 3. Rang. Wir freuen uns ebenfalls, dass wir ein Sieger Interview mit Matthias Dippacher machen durfen.

Interview: Alex Brennwald
Photo Credits: Sardona Ultra Trail Website & Denise Zimmermann
Video Credits: Patrick Rieckert

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